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Das gesamte Oberflächenwasser von Straßen, Wegen, Plätzen, Hausdächern und allen anderen privaten Grundstücksflächen gelangt im Scharnhauser Park nicht in die Kanalisation, sondern wird in offenen Gräben und Rinnen in begrünte Mulden geleitet. In diesen Mulden, den so genannten Rigolen, wird das Wasser zurück gehalten, zum Teil verdunstet und beim Versickern durch die belebte Bodenschicht und einen darunter eingebauten Kieskörper, bis zu 1,5m mächtig, gereinigt. Diese Rigolen befinden sich in den großzügigen Grünbereichen des Stadtteils, im Baumhain, der Landschaftstreppe und der Grünanlage Holzwiesen |
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Die Rigolen sind jeweils kaskadenartig angeordnet, d.h. es findet ein Überlauf von einer Rigole in die nächste statt. Schließlich wird das Wasser der natürlichen Vorflut, d.h. den beiden Bachläufen westlich und östlich des Scharnhauser Park, zugeleitet. Bemessungsgrundlage für die in die Bachläufe geleitete Wassermenge ist dabei eine Ackerfläche. Dies bedeutet, dass der gesamte Stadtteil durch die Pufferung des Wassers in den Rigolen nicht mehr Wasser in die Vorflut abgibt als eine unbebaute Ackerfläche. Damit dient dieses System dem Gewässerschutz, indem es Hochwasserspitzen und verstärkte Ersosion vermeidet. Die Klärwerke werden nicht mit sauberem Regenwasser belastet. Und darüber hinaus wird Wasser im gesamten Stadtteil erlebbar und steigert somit die Wohnqualität. |